Bei Haustür-Abzocke erscheinen Personen unangekündigt an der Wohnungstür. Sie geben sich als Handwerker, Kontrolleure, Verkäufer, Spendensammler oder Mitarbeitende eines Anbieters aus.
Ziel ist oft, schnell einen Vertrag abzuschliessen, Bargeld zu erhalten, in die Wohnung zu gelangen oder Wertsachen auszuspähen. Besonders ältere Menschen werden unter Druck gesetzt.
Typische Beispiele
Warnsignale
- Unangekündigter Besuch an der Tür
- Druck, sofort zu unterschreiben
- Angeblich einmaliges Sonderangebot
- Person will in die Wohnung
- Ausweis wird nicht gezeigt oder kann nicht überprüft werden
- Bargeldzahlung wird verlangt
- Zwei Personen arbeiten zusammen: eine lenkt ab, eine schaut sich um
- Sie sollen niemanden anrufen oder nachfragen
Was Sie tun sollten
- Tür nur mit Sicherheitskette oder Gegensprechanlage öffnen
- Niemanden ohne Prüfung in die Wohnung lassen
- Nichts sofort unterschreiben
- Kein Bargeld an der Tür bezahlen
- Ausweis verlangen und Anbieter selbst über offizielle Nummer kontaktieren
- Vertrauensperson oder Nachbarn dazuholen
- Bei Druck oder Bedrohung: 117 wählen
Schon unterschrieben oder bezahlt?
Wenn Sie bereits unterschrieben oder bezahlt haben:
- Unterlagen sichern
- Vertrauensperson informieren
- Anbieter schriftlich kontaktieren
- Rasch prüfen, ob Widerruf oder Rücktritt möglich ist
- Bank prüfen, falls Zahlungsdaten angegeben wurden
- Konsumentenschutz oder Rechtsberatung kontaktieren
- Bei Diebstahl, Druck oder Betrug: Polizei kontaktieren
- Betrugsversuch beim NCSC melden: report.ncsc.admin.ch
Schutz für Angehörige
Sprechen Sie mit älteren Familienmitgliedern über Haustürtricks. Vereinbaren Sie eine einfache Regel: Bei unangekündigten Besuchen wird nie sofort unterschrieben, nie bar bezahlt und immer zuerst eine Vertrauensperson angerufen.
Verdächtigen Besuch beschreiben
Sie sind unsicher, ob ein Besuch an der Tür seriös war? Beschreiben Sie den Fall im kostenlosen Prüfer.
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