Bei Roboter-Anrufen hören Betroffene zuerst eine automatische Stimme. Oft spricht sie Englisch und behauptet, es gehe um Polizei, Europol, Interpol, eine ID-Nummer, ein Paket oder ein angebliches Strafverfahren.
Danach sollen Sie eine Taste drücken, um verbunden zu werden. Wer das tut, landet bei Betrügern, die Druck machen und persönliche Daten, Geld oder Zugriff auf das Gerät verlangen.
Typische Beispiele
«This is Europol. Your ID card has been misused. Press 1 to speak to an officer.»
«This is Interpol. There is an arrest warrant under your name.»
«Your Swiss ID has been used for illegal activity. Press 1 now.»
Warnsignale
- Automatische Stimme am Telefon
- Ansage auf Englisch oder in gebrochenem Deutsch
- Europol, Interpol, Polizei oder Behörde wird erwähnt
- Sie sollen eine Taste drücken
- Es wird mit Strafverfahren, Ausweis-Missbrauch oder Verhaftung gedroht
- Danach fragt jemand nach persönlichen Daten
- Sie sollen Geld zahlen, Codes nennen oder Software installieren
Wichtig: Polizei und Behörden fordern Sie nie per automatischer Bandansage auf, eine Taste zu drücken oder persönliche Daten preiszugeben. Drücken Sie keine Taste und geben Sie keine Daten weiter.
Was Sie tun sollten
- Sofort auflegen
- Keine Taste drücken
- Keine persönlichen Daten nennen
- Keine Codes oder Passwörter weitergeben
- Nummer blockieren – auch wenn Betrüger oft wechselnde Nummern verwenden
- Bei Unsicherheit über eine offizielle Nummer zurückfragen
Schon Daten weitergegeben?
Wenn Sie bereits Daten, Codes oder Zahlungsinformationen weitergegeben haben:
- Sofort Bank oder Anbieter kontaktieren
- Passwörter ändern
- Karte sperren lassen, falls Zahlungsdaten betroffen sind
- Screenshots oder Anrufnummer sichern
- Polizei kontaktieren, wenn Schaden entstanden ist
- Betrugsversuch beim NCSC melden: report.ncsc.admin.ch
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